Meine Fahrradgeschichte bis 2002

Wann bekam ich mein erstes Fahrrad? Keine Ahnung! Ich weiß nur, daß ich eigentlich immer 2 Räder hatte: Ein „besseres“ zu Hause und ein „altes“ auf dem Campingplatz, auf dem wir Dauercamper waren. Die Camping-Räder mußten besonderen Belastungen standhalten: abspringen während der Fahrt, die Räder irgendwo fallen lassen und Cross-Touren durch den Wald waren tägliche Übungen auf dem Platz.

Woran ich mich noch ganz gut erinnern kann, ist mein Gewinn bei einem Ballonwettbewerb Ende der 70er: Ein damals hochmodernes Klapprad in meiner Lieblingsfarbe blau! Dieses Rad war der Stolz meiner Grundschulzeit. Als ich an deren Ende auf das Gymnasium wechselte, legte ich den täglichen Schulweg nicht mehr zu Fuß, sondern eben mit dem Rad zurück. Und da mußte dann ein neues her. Zu meinem 10.Geburtstag erhielt ich denn auch meines hellblaues (!) 26-Zoll-Rad mit 3-Gang-Nabenschaltung.

In den Sommerferien vor dem Schulwechsel absolvierte ich nicht nur „Schulweg-Testfahrten“, sondern auch ein 14tägige Radtour durch die Niederlande. Diese Tour führte meine sowie eine bekannte Familie einmal rund ums Ijsselmeer.

Das 26-Zoll-Rad leistete treue Dienste, wurde aber doch irgendwann zu klein. Zu meiner Konfirmation erhielt ich daher ein neues Rad: Ein Herkules-Rad, mit 28-Zoll-Rädern und 6-Gang-Kettenschaltung. Der kleine Gepäckträger vorne an dem Rad brachte mir während eines Frankreichurlaubs die nette Bemerkung eines deutschen Kindes ein: „Guck mal, Mama, die hat einen extra Baguette-Ständer!“

Irgendwann während meines Studiums trennte uns ein Rahmenbruch. Ich benötigte aber ein Rad, um jeden Morgen zum Bahnhof zu gelangen. Gleichzeitig sollte es nicht zu teuer sein. Immerhin stand es den ganzen Tag am Bahnhof, und eventuelle Beschädigungen oder sogar ein Diebstahl sollten mich nicht zu hart treffen. Die Lösung bot mir das Psychosoziale Zentrum „Kuckucksnest“, das generalüberholte Gebrauchträder zu günstigen Preisen anbot.

2002 trennte uns ein Dieb am Bahnhof. Nicht sehr nett, denn ich saß wieder ohne Drahtesel da. Ich stellte zu meinem neu anzuschaffenden Fahrrad mehrere Überlegungen an:

  • Das neue Rad würde nicht mehr täglich am Bahnhof stehen, da ich jetzt in der Regel mit dem Bus fuhr.
  • Mein letztes Rad war zwar für kurze Strecken durchauf tauglich, lange Strecken waren aber nicht sehr bequem darauf.
  • Spaß auf langen Strecken hatte ich nur mit qualitativ hochwertigeren Rädern.
  • Mein nächstes Rad sollte mit Vollfederung sein, die ich auf einem Leihrad in Litauen schätzen gelernt hatte.

Im nächsten halben Jahr kaufte ich mir dann auch direkt zwei Räder:
Mein „Upright“ von Multicycle und mein Liegerad von Sinner.

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