FrOSCon 2011, Tag 2

Der 2.Tag der FrOSCon begann wie immer an solchen Wochenenden nach einer viel zu kurzen Nacht. Aber egal. Das gehört dazu.

Dieses Jahr hatten die Frog-Labs -der Track für Kinder und Jugendliche- ein spannendes Programm, und da wegen der Sommerferien deutlich weniger Kinder da waren als in den Jahren zuvor, durfte man auch als (äußerliches…) Nicht-Kind daran teilnehmen. Und da sprang mir als bekennende Nicht-Zockerin doch direkt It´s an Unreal World! Eine Einführung in die Arcade-Spieleentwicklung mit der Unreal Engine 3 ins Auge. Es war dann doch recht voll, uns als dann noch ein paar Nachzügler kamen (die dann doch deutlich jünger waren als ich…), habe ich freiwillig das Feld geräumt. Hätte mich echt interessiert und hat auch spannend angefangen, aber der Track war in erster Linie für Kinder gedacht und die hatten dann in meinen Augen auch Vorrang. Aber ich habe das UDK wenigstens mal gesehen und würde jetzt nicht mehr direkt von der Arbeitsoberfläche erschlagen…

Was macht man also mit der plötzlich zur Verfügung stehenden Zeit? Man geht durch die Ausstellung, zum Beispiel. Dort habe ich mir am OpenStreetMap-Stand dann auch noch direkt ein paar Ideen abgeholt für meine Veranstaltung bei der Sommerakademie der HS Niederrhein. Da mache ich nämlich ein Tagesseminar zu OpenStreetMap für Kinder.

Beim Mittagessen habe ich Pascal von der FOSDEM getroffen. Eine gute Gelegenheit, schon mal erste Infos für nächsten Februar auszutauschen 😉

Ab 14 Uhr bis zum Ende der FrOSCon war ich dann in einem Hörsaal für die Moderation zuständig. Ich hatte also einen sehr informativen Nachmittag. Auch wenn in dem Hörsaal die Hitze immer mehr zu-, dafür der Sauerstoffgehalt immer mehr abnahm. Da half auch lüften nicht wirklich viel. Das hat sich wohl der Beamer beim letzten Vortrag auch gedacht und alle 15 Minuten die Arbeit verweigert. Dem war einfach zu heiß.

Wir halfen dann noch etwas beim Abbau und Aufräumen und bevor wir uns auf den Heimweg machten von einem wieder mal schönen Wochenende.

 

FrOSCon 2011, Tag 1

Gestern habe ich eins gelernt: Wenn man pünktlich zu Hause los fährt, kommt man auch pünktlich zu Veranstaltungsbeginn in St.Augustin an.  Tolle Erkenntnis. Sollte ich mir merken, für die nächsten Events…

 

Ja: August, St.Augustin – FrOSCon-Zeit! Und -wie gesagt- pünktlich da. Hat seine Vorteile. So kommen immer noch viele, die man kennt nach einem an – und die müssen dann Guten Tag sagen. Hat seine Vorteile.

Um 11 Uhr hatte ich dann auch direkt einen wichtigen Programmpunkt. Im OpenOffice.org Projektraum hatte ich einen Slot für „Free Software Knitting“. Und es kamen wirklich Leute! Was habe ich da gemacht? Natürlich meine Seite http://stricktux.de vorgestellt. Die mit den Strickanleitungen für Tux und Co. Außerdem habe ich Ravelry vorgestellt, die Strick- und Häkel-Community. Eine Teilnehmerin war dort schon Mitglied – und ist jetzt in meiner Freundesliste. Ein anderer Teilnehmer ist jetzt Mitglied – und auch in meiner Freundesliste. Ansonsten gab es noch einen reichhaltigen Erfahrungsaustausch: Wo bekommt man Strick- und Häkelmuster her? Welche Wolle, welche Nadeln nimmt man? Und gibt es Software, die uns bei unserem Hobby unterstützt – Freie Software natürlich? Ja, es war interessant. Während des Workshops habe ich dann auch endlich meinen FrOSCon-Logo-Frosch fertiggestellt. Die anderen haben mich dazu überredet, den zum Creative Contest einzureichen. Wollte ich erst nicht, habe ich aber trotzdem gemacht. Später dazu mehr….

 

Nachmittags gab es dann ein sehr interessantes Gespräch zum Thema „Zukunft der Busse zu Free Software Events“. Wir wollen uns stärker vernetzen, gegenseitig Werbung machen, sozusagen „Synergien nutzen“. Die FreedomTours-Seite im FSFE-Wiki werde ich in den nächsten Tagen auf den neuesten Stand bringen. Also bei Gelegenheit mal reinschauen!

 

Irgendwie habe ich auch so noch ziemlich viel geredet, geredet, geredet, und schließlich war der Social Event da. Was machen die von der FrOSCon-Orga eigentlich? Es kann vorher schütten, es kann nachher schütten, aber beim Social Event ist bestes Wetter! Bis spät nachts saßen wir draußen, haben gequatscht, getrunken, Musik gehört, was vom Grill geholt,… Es ging vermutlich noch länger, aber wir sind um 1 Uhr weg. So langsam schlug die Müdigkeit zu.

 

Ach ja: Der Creative Contest. Gewonnen habe ich natürlich nichts. Das heißt, zumindest keinen der drei Hauptpreise. Aber ein digitales Zeitschriften-Abo von Linux New Media. Hat was 😉

Soviel zu Tag 1 der FrOSCon 2011…

FrOSCon 2010, Tag 2

Der zweite Tag der FrOSCon begann nach einer viel zu kurzen Nacht. Dafür war das Frühstück sehr informativ, schließlich war der Frühstücksraum nur mit FrOSCon-Leuten belegt. Da beginnt das Event schon direkt nach dem Aufstehen 🙂

Den Vormittag habe ich dann hauptsächlich dazu genutzt, um nochmal einige Dinge abzuklären bezüglich des „Linuxbus-Ruhr“. Den hatte ich im letzten Jahr von Düsseldorf durchs Ruhrgebiet zu den Chemnitzer Linux-Tagen organisiert, und ich bin während der FrOSCon ständig darauf angesprochen worden. Jetzt wird das ganze „Unternehmen“ wohl ausgeweitet. Ausführliches zu den Bussen habe ich in meinem FSFE-Blog geschrieben. (Jaja, der Trend geht zum Zweitblog…)

Ich habe auch kurz im KIDS-Track hospitiert. Wir bieten bei uns an der Hochschule Niederrhein im Rahmen der Sommerakademie auch Kurse für Kinder an, und da ich da schon immer mal was zu OpenStreetMap machen wollte und genau das im KIDS-Track lief… Leider konnte ich nicht die ganze Veranstaltung besuchen, aber zumindest den Einstieg habe ich mitgemacht, und den fand ich schon gut. Ich habe auf jeden Fall was für mich mitnehmen können.

Um 15 Uhr fing dann wieder mein Moderationstrack an. Themen diesmal: ZFS, Reguläre Ausdrücke und Agile Software Entwicklung. Es waren sehr unterschiedliche und spannende Vorträge. Auch wenn der letzte nicht so ganz mein Ding war (nur vom Thema her!!!), ich hatte so immerhin Zeit, mal andere Sachen zu erledigen. Meine FrOSCon-Fotos bei Flickr hochladen, E-Mails beantworten, Blog-Einträge lesen und schreiben, mich im IRC austoben… Ach ja, so much to do, so little time…

Direkt im Anschluss war dann noch die Abschlussveranstaltung im Hörsaal 1. Zur Einstimmung hatten die Organisatoren den Flickr-Stream zum Tag „FrOSCon 2010“ laufen lassen – als ich in den Hörsaal kam, liefen meine Fotos. Ein netter Zufall.

Schließlich und endlich war dann auch die FrOSCon wirklich zu Ende. Es wurde noch gemeinschaftlich aufgeräumt, es folgten die langen, langen Abschiedszeremonien, aber irgendwann waren wir dann doch auf dem Heimweg und so gegen 23 Uhr auch zu Hause. Gerne hätten wir noch die After-Event-Party in Bonn mitgenommen, aber da hatte die Vernunft gesiegt. Immerhin war heute wieder arbeiten angesagt, und etwas ausgeschlafen sollte man da schon sein.

Mein Fazit nach meiner ersten FrOSCon: Ein lohnenswertes Event mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Gehört in jeden FLOSS-Event-Kalender hinein, bei mir ist es jetzt drin.

Und was bleibt sonst: See you all again at OpenRheinRuhr and/or FOSDEM and/or Chemnitzer Linux-Tage and/or Linuxtag and/or… Ich freu mich drauf.

FrOSCON 2010, Tag 1

Gestern morgen setzten wir uns ins Auto und fuhren gen St.Augustin, besser gesagt: Wir wurden gefahren. Für uns war das erste Mal FrOSCon angesagt.

Ich hatte mich auch direkt als Helfer gemeldet. Orts- und Orgakenntnisse konnte ich zwar (noch) nicht aufweisen, aber eine Moderation würde ich auch so hinbekommen.

Die erste Stunde vor Ort habe ich aber erst einmal genutzt, um die ganzen Bekannten zu begrüßen. Die FLOSS-Event-Welt ist echt ein Dorf. Irgendwie sieht man immer (oder zumindest fast immer) die gleichen Gesichter. Aber gerade das macht diese Events für mich auch aus. Es ist irgendwie wie ein große Familie, und inzwischen kenne ich eine ganze Menge wirklich netter Menschen. Und die treffe ich halt immer wieder bei solchen Events.
Die Begrüßungsrunde direkt an den Anfang zu setzen war eine gute Entscheidung. So konnte ich den Rest des Tages genießen, ohne ständig stehen zu bleiben um mal wieder mit jemandem zu quatschen, den ich seit dem letzten Event nicht gesehen habe.

Während der Begrüßungsrunde habe ich mich aber auch breitschlagen lassen, die Key Signing Party auf der OpenRheinRuhr im November zu organisieren. O.k., habe ich eine Aufgabe. Habe ich noch nie gemacht, aber einmal ist immer das erste Mal und man lernt ja nie aus. Dummer Spruch, aber nu habe ich zugesagt.

Mittags war dann die Key Note von Jon ‚maddog‘ Hall. Titel: „Free and Open Source Software in the Developing World“. Starker Vortrag! Ich denke, den wird’s auch als Video online geben. Unbedingt ansehen!

Nachmittags hatte ich dann meinen ersten Moderations-Einsatz im Hörsaal 3. Moderation ist relativ einfach. Man spricht kurz vor dem Vortrag mit den Speakern über die Zeiteinteilung, weißt auf ein paar Besonderheiten hin, und erinnert ihn/sie daran, die Zeit einzuhalten. Und vor Ablauf der Zeit hält man dann die entsprechenden Schildchen hoch: Noch 10 Minuten, noch 5 Minuten, Schluss-aus-vorbei.

Besonderheiten im Hörsaal 3 waren das Einverständnis zum LiveStream bzw. zur Videoaufnahme sowie der Hinweis, dass das ausgehändigte Mikro allein für die Aufzeichnung ist. Der Saal hatte leider keine Audioanlage. Das empfand ich als Manko, weil viele Speaker eben keine geübten Redner waren/sind.

Ich mache ganz gerne Moderation in Tracks, in denen ich sowieso ein oder zwei Vorträge hören möchte. Weil man dann im Raum verbleiben muss, bekommt man automatisch auch Dinge mit, die man sich sonst nicht angehört hätte. Themen „meiner“ Vorträge waren: SmartITSM, Dokumentenverwaltung, Apache Solr und Home Automation.

Während des vorletzten Talks zog schon ein Grillanzünder-Duft durch den Hörsaal, beim letzten Talk war es dann der Duft von Gegrilltem. Draußen im Innenhof wurde schon das Social Event eingeläutet. Dem haben wir uns dann auch baldmöglichst angeschlossen.

Bis spät in die Nacht saßen wir im Innenhof der Hochschule. Viele, viele Unterhaltungen wurden geführt – und längst nicht alle hatten Linux oder OpenSource zum Thema. Bei weitem nicht. Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Der „Nacht-Jongleur“ mit LED-beleuchteten Kugeln und Keulen, die Filme, die im KIDS-Track produziert wurden und natürlich die Geburtstagstorte zum 5jährigen FrOSCon-Geburtstag. Das Ganze bei bester Grill- und Getränkeversorgung und Musikuntermalung.

Aber irgendwann geht auch jeder noch so schöne Tag zu Ende, und ein bißchen Schlaf musste schon sein um Energie zu tanken für FrOSCon, Tag 2.