Tuxe, Tuxe, Tuxe

Eigentlich war mir es schon immer klar, aber bei einem Vortrag auf den Chemnitzer Linux-Tagen 2010 wurde es auch nochmal deutlich gesagt: Ein schlagendes Argument für Linux ist Tux!

Und bevor hier jetzt jemand mit „typisch Frau“ kommt: das Argument scheint für alle zu gelten. Oder wie ist sonst zu erklären, dass auch Linux User Groups richtig kreativ werden, wenn es um ihr Tux-Logo gibt?

Hier ein paar Beispiele:

Die ägyptische Linux User Group hat natürlich Tuxe in Pyramidenform. Was auch sonst…

http://eglug.org

Etwas näher dran:
Die Linux User Group Mönchengladbach trifft sich in den Räumlichkeiten des DRK Wickrath. Was trägt also Tux? Klar, ne DRK-Jacke.

http://www.lugmoe.de/

Und wieder etwas mehr in die Ferne:

LoLiTa ist die Abkürzung für „Logiciels Libres à Tahiti et dans les îles“, also „Freie Software auf Tahiti und den Inseln“. Und wie es sich für einen Einwohner von Tahiti gehört, kann Lolita natürlich auch surfen, und zwar nicht nur im Netz 🙂

http://www.lolita.pf/

Das nur als drei Beispiel, aber ich sammel gerne weiter. Also: Wenn ihr noch kreative, lustige, ungewöhnliche, themenbezogene, ortsbezogene,… Tuxe seht, her damit!

OpenRheinRuhr 2010, Tag 2

Inzwischen ist auch der 2.Tag der OpenRheinRuhr vorbei.

Wie üblich kurz vor knapp kamen wir heute Morgen am Ort der OpenRheinRuhr, dem Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen, an. Also schnell am Eingang zählen lassen, Jacke aufhängen und ab in den Inkscape-Vortrag von Sirko Kemter.

Im Anschluss dann meine Premiere als Standbesatzung der FSFE, der Free Software Foundation Europe. Es hat Spaß gemacht, es war aber auch immer wieder eine Herausforderung. Viele Fragen zur FSFE wollten beantwortet werden.

Zwischendurch habe ich mich kurz verabschiedet, um die „FreedomTours by FSFE“ in der Speaker’s Corner -der Ecke für Kurzvorträge und Ankündigungen- vorzustellen.

Noch ein weiterer Vortrag wartete auch mich: Krypotgraphie durch die Jahrhunderte von Charly Kühnast. Viele Infos, leicht vorgetragen, genau das richtige für einen Sonntag Nachmittag.

Der Rest des Tages war dann reserviert für einen Rundgang durch die Ausstellung und vielen kleine „Quätschchen“ mit allen möglichen Leuten.

Aber irgendwann war der letzte Vortrag gehalten und der letzte Standbesucher mit Infos versorgt und das große Abbauen konnte beginnen. Erst der FSFE-Stand, dann das allgemeine Aufräumen, nach einer Stunde war alles soweit erledigt und wir konnten uns auf den Heimweg machen.

Als Fazit bleibt: Eine rundum gelungene Veranstaltung war sie, die OpenRheinRuhr 2010. Die ORR fand ja erst zum zweiten Mal statt, aber das hat man nun gar nicht bemerkt. Alles passte. Die Orga, die Location, die Vorträge, die Ausstellung, die Helfer und nicht zuletzt das Catering 🙂

Da freue ich mich doch direkt auf nächstes Jahr. Bis dann auf der OpenRheinRuhr 2011!

OpenRheinRuhr 2010, Tag 1

Sonntag, 14.November, der Morgen danach 🙂 Also, ausgeschlafen bin ich nicht, dafür war der erste Tag der OpenRheinRuhr 2010 zu spannend.

Los ging es gestern mit einem gemeinsamen Frühstück mit einem Bekannten, dann fuhren wir los Richtung Rheinischem Industriemuseum Oberhausen. Da die A40 an diesem Morgen wohl eher mit einem Schlauchboot zu befahren war als mit einem Auto, nahmen wir den kleinen Umweg über Kamp-Lintfort in Kauf.

Kaum angekommen, ging es aber auch schon direkt los mit dem ersten Vortrag von Michael Stehmann zu den Vorzügen offener und freier Standards. Tja, und anschließend war auch direkt mein Vortrag dran zu E-Mail Verschlüsselung mit GPG. War gut besucht, volle Hütte sozusagen. Ich habe zwar etwas überzogen, aber trotzdem: Die bisherigen Resonanzen waren positiv. Das freut einen doch 🙂

Zur „Entspannung danach“ hörte ich dann noch die Keynote von Matthias Kirschner „Freiheit, Macht, Software“.

Den Nachmittag verbrachte ich in der Ausstellung. Wirklich viel gesehen habe ich (noch) nicht, weil ich an einzelnen Ständen länger aufgehalten wurde. Auch haben mich noch ein paar „Hörer“ auf meinen Vortrag angesprochen.

Für mich eine Premiere war es dann, dass ich die KeySigningParty sozusagen „verantwortlich“ geleitet habe. Ist alles glatt gegangen, auch wenn uns die Helfer ganz schön im Nacken saßen. Die wollten – sollten – mussten den Saal abschließen, aber wir sind nicht gewichen, bis die letzte Identität festgestellt worden ist!

Zwischen den Ausstellungsstücken des Rheinischen Industriemuseums war zum Abschluss noch Social Event angesagt. Der PizzaProxy brummte. Das war auch daran zu Erkennen, dass die Pizzerien trotz Round Robin über vier Läden überlastet waren. 110 Pizzen wollen auch erstmal gebacken sein.

Ansonsten: Tolle Atmosphäre, nette Leute, gute Gespräche, viel gelacht, erzählt, geplant. Ein gelungenes Event! Lob! Irgendwann nach Mitternacht waren wir dann auch zu Hause…

Jetzt sind wir gerade auf dem Weg zum zweiten Tag und auch schon fast da. Wenn es nur halb so gut wird wie gestern…

FrOSCon 2010, Tag 2

Der zweite Tag der FrOSCon begann nach einer viel zu kurzen Nacht. Dafür war das Frühstück sehr informativ, schließlich war der Frühstücksraum nur mit FrOSCon-Leuten belegt. Da beginnt das Event schon direkt nach dem Aufstehen 🙂

Den Vormittag habe ich dann hauptsächlich dazu genutzt, um nochmal einige Dinge abzuklären bezüglich des „Linuxbus-Ruhr“. Den hatte ich im letzten Jahr von Düsseldorf durchs Ruhrgebiet zu den Chemnitzer Linux-Tagen organisiert, und ich bin während der FrOSCon ständig darauf angesprochen worden. Jetzt wird das ganze „Unternehmen“ wohl ausgeweitet. Ausführliches zu den Bussen habe ich in meinem FSFE-Blog geschrieben. (Jaja, der Trend geht zum Zweitblog…)

Ich habe auch kurz im KIDS-Track hospitiert. Wir bieten bei uns an der Hochschule Niederrhein im Rahmen der Sommerakademie auch Kurse für Kinder an, und da ich da schon immer mal was zu OpenStreetMap machen wollte und genau das im KIDS-Track lief… Leider konnte ich nicht die ganze Veranstaltung besuchen, aber zumindest den Einstieg habe ich mitgemacht, und den fand ich schon gut. Ich habe auf jeden Fall was für mich mitnehmen können.

Um 15 Uhr fing dann wieder mein Moderationstrack an. Themen diesmal: ZFS, Reguläre Ausdrücke und Agile Software Entwicklung. Es waren sehr unterschiedliche und spannende Vorträge. Auch wenn der letzte nicht so ganz mein Ding war (nur vom Thema her!!!), ich hatte so immerhin Zeit, mal andere Sachen zu erledigen. Meine FrOSCon-Fotos bei Flickr hochladen, E-Mails beantworten, Blog-Einträge lesen und schreiben, mich im IRC austoben… Ach ja, so much to do, so little time…

Direkt im Anschluss war dann noch die Abschlussveranstaltung im Hörsaal 1. Zur Einstimmung hatten die Organisatoren den Flickr-Stream zum Tag „FrOSCon 2010“ laufen lassen – als ich in den Hörsaal kam, liefen meine Fotos. Ein netter Zufall.

Schließlich und endlich war dann auch die FrOSCon wirklich zu Ende. Es wurde noch gemeinschaftlich aufgeräumt, es folgten die langen, langen Abschiedszeremonien, aber irgendwann waren wir dann doch auf dem Heimweg und so gegen 23 Uhr auch zu Hause. Gerne hätten wir noch die After-Event-Party in Bonn mitgenommen, aber da hatte die Vernunft gesiegt. Immerhin war heute wieder arbeiten angesagt, und etwas ausgeschlafen sollte man da schon sein.

Mein Fazit nach meiner ersten FrOSCon: Ein lohnenswertes Event mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Gehört in jeden FLOSS-Event-Kalender hinein, bei mir ist es jetzt drin.

Und was bleibt sonst: See you all again at OpenRheinRuhr and/or FOSDEM and/or Chemnitzer Linux-Tage and/or Linuxtag and/or… Ich freu mich drauf.

FrOSCON 2010, Tag 1

Gestern morgen setzten wir uns ins Auto und fuhren gen St.Augustin, besser gesagt: Wir wurden gefahren. Für uns war das erste Mal FrOSCon angesagt.

Ich hatte mich auch direkt als Helfer gemeldet. Orts- und Orgakenntnisse konnte ich zwar (noch) nicht aufweisen, aber eine Moderation würde ich auch so hinbekommen.

Die erste Stunde vor Ort habe ich aber erst einmal genutzt, um die ganzen Bekannten zu begrüßen. Die FLOSS-Event-Welt ist echt ein Dorf. Irgendwie sieht man immer (oder zumindest fast immer) die gleichen Gesichter. Aber gerade das macht diese Events für mich auch aus. Es ist irgendwie wie ein große Familie, und inzwischen kenne ich eine ganze Menge wirklich netter Menschen. Und die treffe ich halt immer wieder bei solchen Events.
Die Begrüßungsrunde direkt an den Anfang zu setzen war eine gute Entscheidung. So konnte ich den Rest des Tages genießen, ohne ständig stehen zu bleiben um mal wieder mit jemandem zu quatschen, den ich seit dem letzten Event nicht gesehen habe.

Während der Begrüßungsrunde habe ich mich aber auch breitschlagen lassen, die Key Signing Party auf der OpenRheinRuhr im November zu organisieren. O.k., habe ich eine Aufgabe. Habe ich noch nie gemacht, aber einmal ist immer das erste Mal und man lernt ja nie aus. Dummer Spruch, aber nu habe ich zugesagt.

Mittags war dann die Key Note von Jon ‚maddog‘ Hall. Titel: „Free and Open Source Software in the Developing World“. Starker Vortrag! Ich denke, den wird’s auch als Video online geben. Unbedingt ansehen!

Nachmittags hatte ich dann meinen ersten Moderations-Einsatz im Hörsaal 3. Moderation ist relativ einfach. Man spricht kurz vor dem Vortrag mit den Speakern über die Zeiteinteilung, weißt auf ein paar Besonderheiten hin, und erinnert ihn/sie daran, die Zeit einzuhalten. Und vor Ablauf der Zeit hält man dann die entsprechenden Schildchen hoch: Noch 10 Minuten, noch 5 Minuten, Schluss-aus-vorbei.

Besonderheiten im Hörsaal 3 waren das Einverständnis zum LiveStream bzw. zur Videoaufnahme sowie der Hinweis, dass das ausgehändigte Mikro allein für die Aufzeichnung ist. Der Saal hatte leider keine Audioanlage. Das empfand ich als Manko, weil viele Speaker eben keine geübten Redner waren/sind.

Ich mache ganz gerne Moderation in Tracks, in denen ich sowieso ein oder zwei Vorträge hören möchte. Weil man dann im Raum verbleiben muss, bekommt man automatisch auch Dinge mit, die man sich sonst nicht angehört hätte. Themen „meiner“ Vorträge waren: SmartITSM, Dokumentenverwaltung, Apache Solr und Home Automation.

Während des vorletzten Talks zog schon ein Grillanzünder-Duft durch den Hörsaal, beim letzten Talk war es dann der Duft von Gegrilltem. Draußen im Innenhof wurde schon das Social Event eingeläutet. Dem haben wir uns dann auch baldmöglichst angeschlossen.

Bis spät in die Nacht saßen wir im Innenhof der Hochschule. Viele, viele Unterhaltungen wurden geführt – und längst nicht alle hatten Linux oder OpenSource zum Thema. Bei weitem nicht. Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Der „Nacht-Jongleur“ mit LED-beleuchteten Kugeln und Keulen, die Filme, die im KIDS-Track produziert wurden und natürlich die Geburtstagstorte zum 5jährigen FrOSCon-Geburtstag. Das Ganze bei bester Grill- und Getränkeversorgung und Musikuntermalung.

Aber irgendwann geht auch jeder noch so schöne Tag zu Ende, und ein bißchen Schlaf musste schon sein um Energie zu tanken für FrOSCon, Tag 2.

Meine Fahrradgeschichte bis 2002

Wann bekam ich mein erstes Fahrrad? Keine Ahnung! Ich weiß nur, daß ich eigentlich immer 2 Räder hatte: Ein „besseres“ zu Hause und ein „altes“ auf dem Campingplatz, auf dem wir Dauercamper waren. Die Camping-Räder mußten besonderen Belastungen standhalten: abspringen während der Fahrt, die Räder irgendwo fallen lassen und Cross-Touren durch den Wald waren tägliche Übungen auf dem Platz.

Woran ich mich noch ganz gut erinnern kann, ist mein Gewinn bei einem Ballonwettbewerb Ende der 70er: Ein damals hochmodernes Klapprad in meiner Lieblingsfarbe blau! Dieses Rad war der Stolz meiner Grundschulzeit. Als ich an deren Ende auf das Gymnasium wechselte, legte ich den täglichen Schulweg nicht mehr zu Fuß, sondern eben mit dem Rad zurück. Und da mußte dann ein neues her. Zu meinem 10.Geburtstag erhielt ich denn auch meines hellblaues (!) 26-Zoll-Rad mit 3-Gang-Nabenschaltung.

In den Sommerferien vor dem Schulwechsel absolvierte ich nicht nur „Schulweg-Testfahrten“, sondern auch ein 14tägige Radtour durch die Niederlande. Diese Tour führte meine sowie eine bekannte Familie einmal rund ums Ijsselmeer.

Das 26-Zoll-Rad leistete treue Dienste, wurde aber doch irgendwann zu klein. Zu meiner Konfirmation erhielt ich daher ein neues Rad: Ein Herkules-Rad, mit 28-Zoll-Rädern und 6-Gang-Kettenschaltung. Der kleine Gepäckträger vorne an dem Rad brachte mir während eines Frankreichurlaubs die nette Bemerkung eines deutschen Kindes ein: „Guck mal, Mama, die hat einen extra Baguette-Ständer!“

Irgendwann während meines Studiums trennte uns ein Rahmenbruch. Ich benötigte aber ein Rad, um jeden Morgen zum Bahnhof zu gelangen. Gleichzeitig sollte es nicht zu teuer sein. Immerhin stand es den ganzen Tag am Bahnhof, und eventuelle Beschädigungen oder sogar ein Diebstahl sollten mich nicht zu hart treffen. Die Lösung bot mir das Psychosoziale Zentrum „Kuckucksnest“, das generalüberholte Gebrauchträder zu günstigen Preisen anbot.

2002 trennte uns ein Dieb am Bahnhof. Nicht sehr nett, denn ich saß wieder ohne Drahtesel da. Ich stellte zu meinem neu anzuschaffenden Fahrrad mehrere Überlegungen an:

  • Das neue Rad würde nicht mehr täglich am Bahnhof stehen, da ich jetzt in der Regel mit dem Bus fuhr.
  • Mein letztes Rad war zwar für kurze Strecken durchauf tauglich, lange Strecken waren aber nicht sehr bequem darauf.
  • Spaß auf langen Strecken hatte ich nur mit qualitativ hochwertigeren Rädern.
  • Mein nächstes Rad sollte mit Vollfederung sein, die ich auf einem Leihrad in Litauen schätzen gelernt hatte.

Im nächsten halben Jahr kaufte ich mir dann auch direkt zwei Räder:
Mein „Upright“ von Multicycle und mein Liegerad von Sinner.

Die Lorem-Ipsum-Alternative

Wer kennt ihn nicht, den „Lorem ipsum“, den König aller Blindtexte. Und ich denke, ich bin nicht die einzige, die sich immer schon gefragt hat, was der Text wohl zu bedeuten hat. (Wie mir ein das Lateinische besser als ich beherrschender Freund gesagt hat: Nichts!)

Egal, heute bin ich über eine Alternative gestolpert. Und die finde ich richtig, richtig gut:

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.

Kurze Radtour, lange Fährfahrt

Wir ließen es ruhig angehen, am nächsten Tag. Immerhin mussten wir ja nur zum Hafen. Also rollten wir gegen 11:30h los, deckten uns bei Aldi noch mit allem möglichen ein und steuerten dann den Hafen an. Im Faergegrill wurden wir uns letzten dänischen Kronen dann noch für ein fischiges Mittagessen los, bevor wir um 13:00h eincheckten.

Von 14:00h bis 21:00h dauerte die Fahrt von Dänemark nach Norwegen. Da die Fähre auch ziemlich nah an der norwegischen Küste entlang fuhr, hatten wir einen herrlichen Ausblick. Ein beeindruckender Vorgeschmack auf das, was für uns noch kommen sollte.

In Egersund hielt die Fähre nur kurz an, um uns und einige wenige andere rauszulassen und legte schnell wieder ab. Wir mussten uns dann erstmal orientieren, fanden aber relativ schnell unseren Weg und erreichten gegen 22:00h den Steinsnes Camping. Der Platz lag zwischen „Bundesstraße“ und Fluss. Sehr idyllisch, vor allem wenn man auf der gegenüberliegenden Flussseite den Verlauf der Straße betrachtete. Schön in Serpentinen den Berg hinauf. Das war so lange romantisch, bis uns bewusst wurde, das wir dort am nächsten Morgen auch rauf mussten!

Was wir natürlich auch noch nicht hatten, waren Norwegische Kronen, von uns im Laufe der Zeit liebevoll „NOKen“ genannt… Aber hier war uns der Platzwart behilflich. Er buchte einfach zuviel von unserer EC-Karte ab und zahlte uns den Restbetrag in bar aus.

14km

Erste Etappe in Dänemark: Aalborg – Hanstholm

Mit einer Stunde Verspätung waren wir in Kolding. Unser Anschlusszug in Odense Richtung Aalborg wäre damit weg gewesen, aber das Zugpersonal hatte uns kurzerhand eine andere Verbindung rausgesucht. Wir stiegen also bereits in Kolding um, nahmen den Zug um 8:43h nach Fredericia und stiegen ebendort um 9:53h in den gleichen Zug, den wir auch ab Odense genommen hätten. Wenn es immer so ginge…

Wie geplant waren wir also mittags in Aalborg. Stadt angucken, Mittagessen, Sonne genießen – es hätte so schön sein können, wenn da nicht die Fähre am nächsten Tag und noch 100km Strecke vor der Brust…

Um 14:45h rissen wir uns los von der Stadt und folgten dem Radweg 12 bis Fjerritslev. Nach einer Pause an der dortigen Tankstelle ging es weiter über die Kreisstraße Richtung Hanstholm. Die Strecke war toll zu fahren und auch sehr schön. Zudem hatten wir wirklich Glück, denn der Wind kam aus Osten und schob uns an. Sonst kommt der Wind in Dänemark ja eher aus Westen und hätte uns damit ja ins Gesicht gepustet. So war natürlich viiiel besser und wir kamen super voran.

Kurz vor Hanstholm dann das, was man auf einer Radtour so gar nicht gebrauchen kann: Ein Platten! Davids Vorderrad wars. Um Zeit zu sparen tauschten wir den Schlauch und fuhren weiter.  Wir lagen nämlich richtig gut in der Zeit und hegten noch die Hoffnung, evtl. eine Fähre früher zu bekommen. Wir versuchten sogar noch, die Fährgesellschaft zu erreichen, aber da ging leider keiner mehr dran.

Also schoben wir doch noch eine Nacht in Hanstholm ein und bauten um 22:00h unser Zelt auf dem dortigen Campingplatz auf. Leider war auf dem Campingplatz auch eine Bauarbeitertruppe, die meinte, die Nacht zum Tage machen zu müssen. Sprich: Party! Viel mit Ruhe war da nicht, aber trotzdem hat uns dann irgendwann der Schlaf übermannt.

110km
DS 22,5 km/h
4:55h Fahrtzeit

 

Tagestour nach Castrop-Rauxel

Für das Wochenende 18./19.Oktober waren die letzten schönen Tage angekündigt. Um das wirklich tolle Wetter auszunutzen, setzten (legten) wir uns gegen 12 Uhr auf unsere Räder und fuhren Richtung CentrO Oberhausen.

Erst ging es über den Leinpfad nach Homberg, dort über den Rhein, auf dem Damm Richtung Norden, durch Beeck hindurch und zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Den kannte ich bisher eigentlich nur von den Nachtlichtführungen im Dunkeln, also eine ganz neue Erfahrung für mich.

Von dort aus folgten wir dem EmscherParkRadweg bis zum CentrO. Bei einer Mittagspause im schönsten Sonnenschein entschlossen wir uns, einen Bekannten in Castrop-Rauxel besuchen zu fahren. Ein Telefonat stellte zuvor sicher, daß er auch zu Hause war. Also ging es frisch gestärkt weiter.

Wir folgten mal dem EmscherParkRadweg, mal dem EmscherWeg, die beide mehr oder weniger parallel zum Rhein-Herne-Kanal und der Emscher entlang führen. Durch Bottrop, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Herne führte der Weg.

Im Castroper Norden verließen wir schließlich den EmscherParkRadweg. Es war 17.30 Uhr,m als wir bei unserem Bekannten ankamen. Zurück fuhren wir (ob der Uhrzeit und der Dunkelheit) mit der Bahn bis Rheinhausen.

Mein Fazit:
Als „Kind der Region“ wußte ich ja schon vorher, daß das Ruhrgebiet wesentlich grüner ist als ein Ruf, aber ich muß trotzdem sagen: Ich war schwer beeindruckt! Wir sind auf der Strecke fast ausschließlich „durchs Grüne“ gefahren.
Sowohl der EmscherParkRadweg als auch der EmscherWeg sind sehr gut beschildert, wenn auch die Schilder selbst (leider) radwegtypisch etwas klein geraten sind. Die Wege selbst sind sehr gut ausgebaut und gut zu fahren. Nur die immer wieder auftauchenden Gatter, die wohl das befahren der Wege mit Autos verhindern sollen, sind ein Ärgernis. Selbst „Upright“-Fahrer hatten ihre geregelten Schwierigkeiten, wir mit unseren Liegerädern -die nicht ganz so wendig sind- hatte zum Teil erhebliche Probleme. Verbesserungswürdig!

72km, ca. 4h Fahrzeit