NIAG-Logik: Mehr Fahrgäste durch weniger Busse…

Super. Jetzt wurde außer der Reihe (!) mal eben der Fahrplan für den Bus geändert, den ich für meinen Weg von und zur Arbeit nutze. Mit vielen anderen, wohlgemerkt. Ich bin sauer, und viele andere im Bus waren es auch. Ich habe auch direkt mal das Verkehrsunternehmen angeschrieben:

 

Guten Tag,

mit _Entsetzen_ habe ich heute den neuen Fahrplan der SB80 gesehen.

Die Konsequenzen für die Pendler, die wie ich regelmäßig die SB80 genutzt haben, sind enorm:
Von Moers und Rumeln aus kann nur noch ein Zug mit angemessener Wartezeit (unter 20 Minuten) in Uerdingen erreicht werden.
Die Züge aus Richtung Mönchengladbach/Krefeld erreichen Krefeld-Uerdingen um 8 und 38 nach, die Busse in Richtung Rumeln und Moers fahren um 6 und 36 nach ab.
Welcher Pendler wird denn bitte schön diesen Bus noch nutzen (können)?

Bei einem einstündigen Takt sonntags können Sie damit rechnen, dass die Busse nicht voller, sondern noch leerer werden.

Andere Verkehrsunternehmen des ÖPNV haben inzwischen erkannt, dass die Auslastung der Verkehrsmittel nicht durch eine Taktausdünnung erhöht werden kann. Je weniger Busse oder Bahnen fahren, desto stärker wird das Argument „pro Flexibilität“ zugunsten des Autos – und umso mehr Leute werden auch wieder genau darauf umsteigen!

Es ist schade, dass die NIAG dies anscheinend nicht begriffen hat.

Und ich frage mich ernsthaft, ob die Sie mit der Taktausdünnung nicht langfristig erreichen wollen, diese Buslinie komplett sterben zu lassen. Und damit bin ich -wie ich aus den Gesprächen im Bus heraushören konnte- sicher nicht die einzige.

Birgit Hüsken

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